Ziele in Indien

 

Die Kinder unseres Projektes entstammen alle den ärmsten Schichten der Bevölkerung. Kein Kind erhielt in seiner Familie jemals mehr als eine Mahlzeit pro Tag, wenn überhaupt. Sie hätten keine Aussicht gehabt, dem Kreislauf von Armut und Analphabetentum zu entrinnen, wenn sie nicht von außen Hilfe bekommen hätten. So setzten wir unser Hauptziel auf eine gute Schul- und Berufsausbildung, mit der sie ein ausreichendes Einkommen für sich und ihre Eltern erarbeiten könnten.
Unsere Bemühungen richten sich in erster Linie auf Mädchen, die in der indischen Gesellschaft immer noch sehr benachteiligt werden, besonders in den Kreisen der Armen. Deshalb reservieren wir im Heim und in der Schule 70 Prozent der Plätze für Mädchen und nur 30 Prozent für Jungen.

Wir schärfen ihren Blick für die Bedeutung einer abgeschlossenen Berufsausbildung , damit sie nicht in das gleiche Fahrwasser geraten wie ihre unausgebildeten und deshalb verarmten Eltern. Bei der Suche nach einem Arbeitsplatz, der eine Zukunftsperspektive bedeutet, geben wir dem Jugendlichen alle Hilfestellung, die er benötigt.
Es wurde von uns ein Ausbildungszentrum gebaut, das den Jugendlichen die Qualifikation in verschiedenen handwerklichen Berufen bietet. Damit ist ihnen, die sonst als Gelegenheitsarbeiter ihr Leben bestreiten müssten, eine Ausbildungsmöglichkeit geschaffen, die sie anderswo nicht bezahlen könnten.

Darüber hinaus unterstützen wir andere Gruppen in den Dörfern, wie in Not geratene Frauen, die wir vorübergehend beherbergen und denen wir einen neuen Start in die Eigenständigkeit ermöglichen. Mit Sportmöglichkeiten in der Umgebung, z.B. einem Fußballplatz, möchten wir die Jugendlichen von der Straße und vom Fernseher weglocken. Da alle diese Familien unter enormen Schuldenbergen leiden, die durch Wucherzinsen der Geldverleiher ins Uferlose driften, haben wir Sparvereine geschaffen, mit deren Hilfe die Menschen von den Wucherzinsen befreit werden können.
Einige Dorfbewohner, die unter menschenunwürdigen Bedingungen leben mussten, haben von uns die Materialien zum Bau eines kleinen Häuschens, den sie selbst realisierten, erhalten. Mit Anregungen wie eigenem Anbau von Pflanzen oder Abfalltrennung soll das allgemeine Befinden verbessert werden.



Wir sind bemüht, eine nachhaltige Veränderung der Lebensbedingun-gen der Menschen zu bewirken, indem sie von uns eine Basisförderung erhalten, auf der sie mit ihrer eigenen Kraft und Kapazität weiter aufbauen können. Unser Aktionsradius könnte jedoch noch stark erweitert werden.




In der Shishu-Schule werden wir gute Freunde
 
Der große 'Bruder' Gerald spielt mit seiner kleinen 'Schwester' Pooja
 
Das Shishu-Heim, unser wahres Zuhause

 

 


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